4 Wege als Studierende Teil der Fair Fashion Bewegung zu sein

Fair produzierte Kleidung ist oft sehr teuer und ich kann mir selten neue nachhaltige Kleidung leisten. Doch es gibt trotzdem einige Möglichkeiten, als Studierende mit einem kleinen Geldbeutel einen ethisch fairen Kleiderschrank zu kreieren.

1. Faire Mode ist teuer – meist aber langlebiger

Machen wir eine einfache Kalkulation. Bei bspw. H&M gibt es ein T-Shirt für 10 EUR, es sieht zwar schön aus, aber es sitzt nicht 100% perfekt, die Qualität ist meist nicht die beste und die Farbe doch nur kurzzeitig im Trend.
Bei einem T-Shirt für 30 – 40 EUR überlegt man länger und sucht vielleicht etwas mehr nach dem richtigen Modell. Langfristig aber, wird es länger als ein, zwei oder
sogar drei günstige T-Shirt  halten. Und somit ist es gar nicht mehr so teuer.
Einige Marken haben zusätzlich immer tolle SALE Phasen, in denen man wirklich super Angebote bekommt. Bei Hessnatur, Ekyog und Veja konnte ich schon wirklich schöne Produkte zu einem kleineren Preis bekommen. Weitere Marken und Onlineshops findest du in dieser Übersicht.

 

2. Second-Hand & Vintage kaufen

Wer mich schon länger kennt, der weiß, dass ich auch schon vor meinem Konsumwandel ein großer Second-Hand und Vintage Fan war. Fast alle meine Lieblingsstücke sind von einem kleinen Flohmarkt oder einem unscheinbaren Second-Hand Shop. Seit kurzem habe ich zudem wieder meine Liebe für Kleiderkreisel entdeckt. Die Online Plattform ist eine viel einfachere Möglichkeit an tolle Second-Hands zu kommen. Es gibt dort außerdem nicht nur tolle Einzelstücke, sondern Kleider & Co. werden zu sehr fairen Preisen verkauft. Das Tragen von Second-Hand Kleidung tut zudem der Umwelt gut. Es wird nichts neues produziert und wir können viele unserer wichtigen Ressourcen schonen.

3. Eigene Kleidung weiterverkaufen

Über den gleichen Weg wie man Kleidung einkaufen kann, kann man sie auch wiederverkaufen. Dafür muss man mittlerweile nicht mehr tagelang auf einem Flohmarkt stehen. Auch hier ist finde ich bspw. Kleiderkreisel, aber auch Ebay Kleinanzeigen oder ähnliche Anbieter eine gute Option. Man kann nicht nur den Kleiderschrank vor Überfüllung retten, sondern selbst etwas dazuverdienen und dem Kleidungsstück ein zweites Leben schenken. Ich finde die Idee toll zu wissen, dass irgendwo irgendwer mit meinen nicht mehr beachteten Kleidungsstücken glücklich ist und sich schön fühlt.

 

4. Eigener Stil vs. Kurzlebige Trends

Trends sind per se nichts schlechtes. Nur durch die weitere Entwicklung der Fast Fashion Industrie verschnellert sich der Trendverlauf rapide. Früher gab es von jeder Marke und jedem Modehaus im Schnitt zwei Kollektionen pro Jahr und diese bestimmten die Richtung, in die sich die Modeindustrie weiterentwickelte. Heute bringen Marken wir Zara, H&M & Co. wöchentlich neue Ware in die Läden, die wir über unsere sozialen Medien an Influencern sehen und deren Outfitvorschlägen hinterher hechten. Nicht nur, dass dies den Konsum um ein vielfaches ansteigen lässt (da man nie zufrieden ist, mit dem was man frisch gekauft hat) sondern auch, dass es uns sehr viel Geld kostet.

Und genau hier greift die Slow Fashion Bewegung samt vieler Fair Fashion Marken ein. Um gegen diesen Prozess gegenzusteuern, gibt es hier viel weniger neue Modelle und Variationen pro Jahr.

Am Anfang fiel es mir besonders schwer, da viele kurzweilige Trends nicht fair produziert werden. Doch mittlerweile fühle ich mich viel befreiter und kaufe sehr viel mehr nach meinem eigenen Geschmack , als nach kurzen Instagram-Hypes. Seinen eigenen Stil zu entwickeln, ist eine große Herausforderung, die Jahre und auch Fashion-Faux Pas braucht. Aber nur so finde ich, kann man sich mit der Mode, die man trägt, ausdrücken. Und ist eh nicht viel cooler für seine Individualität gelobt  zu werden, als für das Kopieren irgendwelcher Fashion-Vorbilder?