Du bist bald in der Hauptstadt Frankreichs oder der nächste Paris Trip wird gerade geplant? Dann bist du hier genau richtig! Wie jeder weiß, ist es nicht gerade günstig in Paname Urlaub zu machen, doch mit ein paar kleinen Tricks und Geheimtipps kannst du auch mit wenig Geld, die für mich wunderschönste Stadt der Welt besichtigen. Hier findest du mein perfektes Wochenende in Paris:

 

 

TAG 1: SIGHTSEEING 

7h00: Früh aufstehen lohnt sich: Mit dem Thalys geht es von Düsseldorf ( oder Essen, Duisburg, Köln, Aachen) Richtung französische Hauptstadt. Die Hin- und Rückfahrt kostet durchschnittlich 80€, wer aber die Augen auf hält und früh bucht, kann oft günstiger fahren.

10h00: Bonjour Paris! Nach gut vier Stunden Fahrt ist man am Gare du Nord, im Herzen von Paris, angekommen. Um das Wochenende richtig zu beginnen geht es in mein Lieblingscafé – Le Pain Quotidien de la Bourse.

 

Hier gibt es leckere Croissants, frisches Brot und etliche süße Aufstriche zum Probieren. Zu jedem Frühstück werden verschiedene Marmeladen und belgische Schokoaufstriche gereicht, mit einem Lächeln bekommt man auch alle die Sorten, die man gerne probieren würde. Wenn man ausgiebig frühstücken möchte, sollte man min. 10€ einrechnen (was für Pariser Verhältnisse aber eher günstig ist).

 

12h00: So langsam stören die Koffer und Taschen, deswegen geht es danach erstmal zur Unterkunft. Sehr gut und typisch parisien kann man mit Airbnb in Paris schlafen. Oft werden die kleinen Chambre de Bonne (typische Dachgeschosswohnungen) vermietet, die alles Nötige auf wenig Platz bieten – meist mit Traumaussicht inklusive.

13h00: Wenn man das erste Mal in Paris ist, sollte man sich natürlich die für die Stadt typischen Sehenswürdigkeiten ansehen. Das Stadtbild ist aber nicht nur von toller Architektur geprägt, sondern auch von vielen Touribussen, die für viel Geld Stadtrundfahrten anbieten.

 

Das Geld kann man sich aber auf jeden Fall sparen. Günstiger und oft auch schneller zum Ziel kommt man mit der Metro, die auch an einigen sehenswerten Stellen über der Erde fährt (Linie 6 Trocadero – Bir Hakeim). Für alle unter 26 Jahren gibt es am Wochenende und an Feiertagen sehr preiswerte Tageskarten (Tickets Jeune). Alle folgenden Ziele befinden sich in den Zonen 1-2.

  • Station: Trocadero (Linie 6, 9): Auch zum 100sten Mal ist dieser Ausblick atemberaubend. Raus aus der Metro Station, kommt man direkt zu einer Plattform auf der man eine wunderschöne Aussicht auf das Wahrzeichen Paris hat – la Tour Eiffel. Von dort aus kann man perfekt zur alten Dame spazieren und einige schöne Fotos machen. 😉
  • Station: Charles de Gaulle Etoile (Linie A, 1, 2, 6): Auf zum nächsten Must-See in Paris: Der Triumphbogen. Für alle unter 26 Jahren kann man umsonst auf den Bogen klettern – man sollte nur keine Angst vor vielen Stufen haben! Oben angekommen, hat man eine unvergessliche Sicht auf die Champs-Elyssées und das restliche Paris samt Eiffelturm. Wenn das Wetter mitspielt, sollte man auf jeden Fall einmal über die bekannte Allee flanieren. Wer sehr motiviert ist, kann auch zur nächsten Station laufen. Ansonsten finden sich dazwischen alle 250 m Metro Stationen. Spannend sind hier unter anderem der riesige Sephora und für alle Prinzessinnen der Disney Store.
  • Station:  Palais Royale/ Musée du Louvre (Linie 1, 7): Je nach Wetterlage kann man sich hier in einen der beiden Parks (Tuileries: Eher touristisch, Jardin du Palais Royale: Viele Pariser) aufhalten und die Sonne genießen. Ansonsten befindet sich auf der Rue de Richelieu (Nr. 10) eines der drei Anticafés in Paris. Hier gilt das Prinzip: Du zahlst nicht für das was du verzehrst, sondern für die Zeit die du bleibst. Hier kann man für 5€/h (Studenten: 10% Rabatt) so viel trinken und essen, wie man mag. Es gibt eine kleine Küchenzeile, die sehr an ein Frühstücksbüffet im Hotel erinnert und eine sehr gute Kaffeebar. Außerdem bekommt man viele Nettigkeiten, wie gutes Wifi, Handy-Ladestationen, Drucker, Spiele etc. in einer gemütlichen Atmosphäre gestellt.
  • Station: St-Michel (Linie B, C, 4): Um die Sightseeing-Tour perfekt zu machen, geht es jetzt zur wahrscheinlich bekanntesten Kirche Europas: Notre-Dame. Nachdem man die herrliche Aussicht auf die Seine und die Kirche genossen hat, sollte man sich auf keinen Fall von der langen Schlange am Kircheneingang erschrecken lassen. Schnell geht es voran und der Blick in das historische Gebäude ist sehr beeindruckend! Außerdem ist der Eintritt für alle gratis. 🙂

20h00: Nach der ausgiebigen Stadttour hat man sich ein ausgiebiges Abendessen à la française verdient. Leckere Crêpes & Gallettes (herzhafte Crêpes aus dunklerem Teig) kann man in der Crêperie des Arts genießen, typisch französische Küche bekommt man im Le Potager. Besonders zu empfehlen ist das Café/ Thé Gourmande, was viele französische Restaurants zum Dessert anbieten. Hier bekommt man das gewünschte Heißgetränk und drei bis vier Desserts in Miniformat – perfekt, um sich einmal durch die Karte zu probieren!

22h00: Ab ins Airbnb und bei einer zweite Flasche Rotwein die Aussicht auf die Stadt bei Nacht genießen. Wer noch mag, kann zurück zum Eiffelturm fahren und ihn glitzern sehen (immer zur vollen und halben Stunde). Besonders im Sommer mit einer Picknickdecke ein tolles Erlebnis auf der Wiese vor dem Champs de Mars.

TAG 2: KULTUR

10h00: In nahezu jeder Straße gibt es eine typische Boulangerie (Bäckerei) in der man für wenig Geld frisches Baguette und leckere Croissants bekommt. Nach einem kleinen Frühstück geht es auch schon direkt weiter.

10h30: Paris ist eine Stadt, die stark durch die verschiedenen Kulturen geprägt ist. Nachdem gestern die bekannteste Kirche besichtigt wurde, sollte man sich heute die größte Moschee anschauen – La Grande Mosquée (Station: Place Monge, Linie 7). Für 2€ können Nichtgläubige das Gotteshaus besuchen. Man wird auch als Nicht-Muslim sehr herzlich begrüßt und bekommt mit Glück auch die ein oder andere Führung. Hier fühlt man sich plötzlich nicht mehr in Paris, sondern eher wie in Marrakesch. Nach der Besichtigung sollte man auch unbedingt in das dazugehörige Café auf der anderen Seite des Gebäudes gehen. Hier bekommt man in marrokanischer Atmosphäre typischen Minztee (je 2€) und leckere Süßspeisen/ herzhafte Snacks – leider habe ich keine Ahnung, wie diese heißen, aber sie sind seeehr lecker.

 

12h30: Zu Fuß durch den wunderschönen Jardin des Plantes (mit dazugehörigem Naturkundemuseum à la “Nachts im Museum”) geht es zu Fuß entlang der Seine zum Gare d’Austerlitz.

13h30: Paris wird nicht ohne Grund die Stadt der Mode genannt –  mit der Linie 5 und 1 (Station: Hôtel de Ville) geht es in mein absolutes Lieblingsviertel – Le Marais. Hier findet man alles, was das Studentenherz begehrt: An der Rue de Rivoli entlang alle großen angesagten Ketten und das BHV (großes Kaufhaus mit Topshop & Urban Outfitters). Biegt man in die kleinen Seitenstraße ab: Trendige Cafés, Second Hand Shops und ausgefallene Boutiquen. Wenn man nicht unbedingt nach Klamotten aus ist, sollte man unbedingt ins FLEUX – wer hier nichts Schönes findet, ist selber schuld! 😉

16h00: Das Marais ist geprägt durch die jüdische Kultur, weshalb man Richtung der Station St Paul viele Falafel Stände entdeckt. Den besten jedoch gibt es im King Falafel – auf jeden Fall einmal probieren!

17h00: Wer vom ganzen Bummeln noch nicht müde ist, sollte sich auch die beiden größten und luxuriösesten Kaufhäuser in Paris anschauen – Galeries Lafayette, Printemps (Station: Auber, Havre Caumartin, Linie: A, 3, 7, 8, 9). Auch, wenn man sich dort (leider) nichts kaufen kann, sollte man einmal auf die Dachterrasse des Lafayette. Hier hat man eine beeindruckende Aussicht über ganz Paris – vollkommen umsonst. Für alle Monki Fans: Hinter dem Printemps gibt es einen kleinen Laden.

20:00: Kurz im Hotelzimmer frisch gemacht, geht es zum Abendessen nach Montmartre (Station: Abbesses, Anvers, Linie 2, 12). Achtung, es wird hügelig! Auf dem einzigen Berg der Stadt gibt es nicht nur den wunderschönen Sacre Coeur, sondern auch viele kleine nette Restaurants. Wer nichts gegen den Touristenrummel hat, sollte auf dem Berg links hinter der Kirche schauen. Ansonsten gibt es am Fuße des Berges viele ruhigere Ecken. Nahe der Station Abbesses findet man viele kleine Restaurants , in denen man zum Beispiel sehr lecker und günstig Couscous essen gehen kann.

22h00: Wenn es warm genug ist und man noch nicht zu müde ist, sollte man die Stadt von Oben genießen und die Stufen hoch bis zum Sacre Coeur laufen (kleiner Tipp für Lauffaule: Mit einem normalen ÖPNV Ticket kann man die Funiculaire – die Schwebebahn nehmen.) Oben angekommen, kann man sich in Cocktail Bars Getränke to go mitnehmen oder den selbst mitgebrachten Wein aufmachen. Wo kann man bei so einer Aussicht besser vorglühen?

0h00: Auf gehts in die Clubs der Stadt! Alle, die Paris by Night entdecken wollen, sollten nicht später als 1 Uhr am gewünschten Club, oder rein weiblich sein – sonst darf man sich nicht vor Warteschlangen oder zu vollen Clubs erschrecken. Wer gerne internationales Publikum und gute tanzbare Mainstream-Musik sucht, sollte zum Grands Boulevards (Linie 8, 9) fahren. Hier habe ich schon einige Nächte im Café Oz und im O’Sullivans (kein Eintritt) durchgefeiert.

Mehr Black Music, günstige Cocktails und viel Trubel findet man in einigen Clubs in Bastille (Linie 1, 5, 8).

Wer gerne zu dem typischen Pariser Electro tanzen möchte, sollte in eine der Bateaux (Station: Bibiliothèque Francois Mitterand, Linie C, 14) oder im Sommer auf die Dachterrasse des Wanderlust Clubs (Station: Gare d’Austerlitz, Linie: C, 5, 10) – hier müsst ihr mit Eintritt zwischen 10 und 20€ rechnen.

Achtung: Generell sind die Getränke in den Clubs besonders teuer: Einen Shot für 4€, Bier für 7€ und Longdrinks für über 10€ sind keine Seltenheit. Deswegen entweder mehr Geld einplanen, genug vortrinken (betrunken kommt man aber nicht an den Türstehern vorbei) oder es klug anstellen und sich einen ausgeben lassen. 😉

3h00: Da die Metros die Nacht über nicht fahren, sollte man den Nach-Hause-Weg vorher planen. Günstig, aber oft sehr eng und voll kommt man mit dem Noctilien (Nachtbusse) zur Unterkunft. Das Netz ist ein wenig kompliziert, aber mithilfe von Einheimischen auch für Nicht-Pariser verständlich. Angenehmer und besonders alleine auch sicherer ist entweder per Taxi (teuer) oder per Uber App.

 

TAG 3: MUSEEN

10h00: Nach einer langen Nacht braucht man ein ausgiebiges Brunch. Bei einem richtigen Brunch bezahlt man oft 20€ –  jedoch ist damit nicht immer Buffet gemeint. Wer noch genug Geld im Portemonnaie hat, sollte sich einen Tisch im Claus reservieren. Hier gibt es von allem nur das aller Beste! Bei einem kleineren Budget und größerem Appetit sollte man in die REcyclerie gehen. Hier erwartet euch ein gemütliches Ambiente in einem alten Atelier und eine grüne Küche – lohnenswert!

12h00: Wer vor der Rückfahrt noch ein wenig Kultur mitnehmen möchte, sollte in eines der vielen Museen der Stadt gehen. Sehr viele sind für junge Erwachsene unter 26 Jahren gratis (siehe: hier). Diese sind auch am ersten Sonntag im Monat für alle kostenlos (Achtung: Längere Warteschlangen!) Wer gerne Mode mag, sollte sich das Musée Galliera mit seinen wechselnden Ausstellungen anschauen (Eintritt 5-10€). Ansonsten sind die Orangerie, das Musée Rodin (im Sommer) oder – klassisch – das Musée d’Orsay/ Louvre zu empfehlen. Ab und zu findet man auch beeindruckende Ausstellungen im Grand Palais.

18h00: Am Gare du Nord fährt der Thalys wieder zurück in die Heimat!

Eigentlich könnte ich noch einiges mehr zu dieser wunderbaren Stadt schreiben. Eigentlich könnte es irgendwann noch ein kleines Update geben. Da ich mal das Glück hatte dort zu wohnen – oder zumindest nahe dran – könnt ihr mir gerne Fragen, Kommentare und Anregungen unter dem Beitrag oder Privatnachricht hinterlassen. Wollt ihr in die passende Stimmung kommen? Dann hört euch meine Spotify Liste an – tout en français.