Zehn Tage sind wir durch das aufregende Nachbarland Südkoreas gereist. Der Rucksack wurde aufgeschnallt, die beste Freundin am Flughafen abgeholt und schon ging die eindrucksvolle Reise los. Von Tokyo über Kyoto nach Nara haben wir die japanische Kultur kennen und oft lieben gelernt. Natürlich gab es ganz viel Sushi und es wurde standesgemäß Karaoke gesungen, was man aber sonst noch tolles in Tokyo erlebe kann, erfahrt ihr hier …

1. Asakusa & Skytree

Wir haben in unserer Zeit in Tokyo im Khoasan World Asakusa Hostel übernachtet. Das Preis-Leistungs-Verhältnis war für Tokyo hier besonders gut und wir waren sofort nah dran an den ersten Sehenswürdigkeiten. Besonders beeindruckend war hier der Sensō-ji Tempel, welcher der älteste und besonderste seiner Art in ganz Tokyo ist.

Nach dem traditionellen Viertel Tokyos ging es fußläufig zum modernen Teil der Stadt: Hoch in die Luft – auf den Tokyo Skytree. Der 634m hohe Fernsehturm ist das zweitgrößte Gebäude der Welt – das es von da oben eine tolle Sicht gibt, muss ich glaube ich hier nicht mehr erwähnen. Leider war dieses Erlebnis nicht kostenlos und man muss einige Yen dafür bezahlen, aber die Blick über die Millionen-Metrople hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Die Abende rund um Asakusa haben wir genutzt um traditionelle Ramen (japanische Nudelsuppe) zu essen und Karaoke zu singen. Durch die Empfehlung des Hostel Staffs sind wir im Karoke-Kan Asakusa Kokusai-doori gelandet. Dort konnten wir nicht nur zu Nena 99 Luftballons singen, sondern hatten auch eine tolle Aussicht auf den Skytree bei Nacht. Getränke können zwar teuer gekauft werden, aber wenn man unauffällig ein/zwei Flaschen mitbringt, wird eigentlich immer ein Auge zugedrückt.

2. Meiji Shrine & Takeshita street

Auch in dem zweiten Viertel, was wir besuchten, prallten zwei völlig verschiedene Welten aufeinander. Zum einen der Jahrhundert-alte Meiji Shrine, der imposant in den großen Stadtpark gebaut wurde, zum anderen die verrückte Takeshita Street mit jeglichem Japan-Kitsch und sehr leckeren Kalorienbomben. Dort haben wir auch unser kleines Highlight gefunden – einen Vintage Kimono Laden, in dem man die traditionelle Kleidung in allen Formen und Farben bekommen hat. Natürlich schlug da mein Slow Fashion Herz ein bisschen höher und zwei Kimonos dürfen jetzt in meinem Kleiderschrank hängen.

3. Shibuya & Akihabara

Bunt, imposant, modern, verrückt – einige Adjektive, die diese beiden Viertel perfekt beschreiben.

Von Hochhäusern umzingelt und mit den größten und aufwendigsten Werbeplakaten und -screens versehen, standen wir zwei Münsterländerinnen mitten im Herz der Weltmetropole – in Shibuya. Allein über das Shibuya Crossing laufen jede zwei Minuten mehrere tausend Menschen. Kein Wunder, dass wir uns dort nicht nur einmal rumtrieben – satt sehen konnten wir uns nämlich lange nicht!

Besonders heiß umkämpft, aber mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis der Stadt, sind die Plätze des Starbucks direkt an der Kreuzung. In der zweiten Etage hat man einen Panorama-Blick über Shibuya und kann das Treiben endlos lang beobachten. Geht man zwei Straßen weiter runter, kommt man zu dem Sushi-Restaurant , Uobei in dem das Essen wie ein Zug angefahren kommt und man an den (mit Englischer Sprache ausgestatteten!) Displays so viel Nigiri, Sashimi, Maki & Co bestellen kann. Insgesamt haben wir nie mehr als 9 EUR pro Person gezahlt und sind kugelrund und glücklich wieder rausgegangen. Also eine absolute Empfehlung, wenn man für kleines Geld gutes Sushi essen möchte!

In Akihabara haben wir uns nicht ganz so lange aufgehalten, jedoch war dort das Stadtbild ähnlich imposant. Wer auf der Suche nach einer ganz besonderen Erfahrung ist, kann sich dort in den sogenannten Maid-Cafés von sehr süß geschminkten, und uniformierten Japanerinnen bedienen lassen. Uns war das jedoch alles ein wenig suspekt, als wir in die übernatürlich großen Augen einer jungen Frau geschaut haben.

4. Wellness im Japanischen Onsen

Nach 3 Tagen Power-Sightseeing haben wir uns selbst eine Pause gegönnt und sind in ein traditionelles japanisches Badehaus, dem Onsen, gefahren. In Tokyo kann ich das Oedo-Onsen-Mongatari empfehlen, wo wir insgesamt mit Eintritt & Verpflegung knapp 30 EUR pro Person gezahlt haben.

Wer die Zeit in Japan übrig hat, sollte auf jeden Fall darüber nachdenken, einen Tag typisch japanisch Wellness zu machen. Nicht nur dass man sehr ausgeruht und entspannt ist, sondern man bekommt die Möglichkeit als Tourist das typische Japan und dessen Kultur kennenzulernen.

In dem Aufenthaltsbereich, in dem es viele verschiedene Essensstände, Spieleecken oder Entspannungsräume gibt, trägt man ein traditionelles Badegewand, was für uns Laien sehr an einen Kimono erinnerte. Die verschiedenen Badebereiche sind nach Geschlechtern getrennt mit strickten Kleidungsverbot. Hier ein großes Achtung: Tattoos sind verboten, da sie in Japan mit der Mafia in Verbindung gebracht werden (kein Scherz!) und als Tattoowierter ist somit der Eintritt ins Onsen verboten – eigentlich. Wir haben es irgendwie geschafft mit Pflastern und Handtuch drüber halten unentdeckt zu bleiben – der Adrenalinpegel war jedoch konstant auf einem hohen Niveau. Generell gibt es im Badebereich eines Onsens viele verschieden warme Bäder, angenehme Saunen, tolle Pflegeprodukte und zusätzliche Spabehandlungen – klingt doch nicht schlecht, oder? 😉